Die Post-It Technik für den chaotisch organisierten Schreibtyp! 1. Dezember 2016 – Veröffentlicht in: Neuigkeiten – Tags: , ,

Teil 3 „Schreibtypen“

Kreativ und chaotisch oder diszipliniert und organisiert? Ein bisschen von beidem!

Es gibt so viele Dinge, die Sie immer schon sagen wollten. Rückblicke aus Ihrer Kindheit, Erinnerungen an Freunde, Gesichter, Stimmen, der Nachgeschmack eines Geruchs, Themen die sie interessieren, Hobbies die Sie erfreuen, Bücher die Sie gelesen haben,… Gedankenfetzen, die Ihnen durch den Kopf gehen, die nicht unbedingt zusammenhängen – oder doch?

Dann sollten Sie die sogenannte „Post-it Technik“ anwenden! Eine Technik, die gerne im Projektmanagement angewandt wird und sich für Menschen eignet, die zwar gut organisiert sind, aber dennoch etwas Freiraum für Kreativität benötigen.

Schreiben Sie jeden einzelnen Gedanken auf ein Post-It und machen Sie sich eine Wand frei, auf der Sie dann die Klebezettel zuerst unorganisiert aufkleben. An diesem Punkt können Sie bereits entscheiden, ob Sie bestimmte Ereignisse und Ideen jetzt schon hervorheben oder dies erst später tun wollen. Möchten Sie vorerst einheitlich vorgehen, bleiben Form und Farbe der Haftnotizen zunächst gleich. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt und fügen Sie auch nachträglich neue Ideen jederzeit hinzu.

Im nächsten Schritt beginnen Sie, die Zettel zusammenzufügen. Was hängt zusammen? Was könnte zusammenpassen? An diesem Punkt lassen sich die ersten Abhängigkeiten erkennen. Ordnen Sie nun die Gedankenwolken in eine zeitliche Reihenfolge. Gibt es Höhepunkte, Schlüsselpersonen oder Ereignisse, die Ihnen besonders wichtig sind? Dann heben Sie diese hervor und fügen weitere Post-its, eventuell in einer anderen Farbe oder Größe hinzu. Diese können dann Charakter, Aussehen, Erlebnisse etc. der handelnden Personen beschreiben.

Wenn Sie das nicht schon getan haben, beginnen Sie mit den ersten Zeilen zu der für Sie bedeutsamsten Begebenheit Ihrer Geschichte. Schreiben Sie einfach darauf los, ohne nach dem perfekten Ausdruck für ein bestimmtes Wort zu suchen. Versinken Sie in jedes Detail, das Ihnen einfällt und schreiben Sie alles dazu auf.

Erkennen Sie ein Ereignis an Ihrer Wand, das unbedingt davor oder danach erzählt werden sollte? Dann beschreiben Sie es und fügen Sie es zu den bestehenden Zeilen hinzu. Nehmen Sie ein Erlebnis nach dem anderen von der Wand, zu dem Ihnen schon viel im Kopf herumgeht, unabhängig davon, ob oder wo genau es in Ihre Geschichte passt.

Nützen Sie den Schreibfluss solange er da ist! Wissen Sie einmal nicht mehr weiter, hilft etwas Abstand zu Ihrem Werk und Entspannung. Übergänge, Umschreibungen finden sich von selbst. Diese Technik gibt Ihnen die Freiheit, Ihre Geschichte jederzeit zu formen und zu erweitern. Ja, sogar einen Schritt zurückzugehen und die Reihenfolge der Geschehnisse zu überdenken.