myMorawa | Tipps für den Sommer: Wie Sie in den Schreibflow kommen und Blockaden überwinden ? 25. August 2017 – Veröffentlicht in: Neuigkeiten – Tags: , ,

Liebe Autorinnen und Autoren!

Wenn Sie sich in den letzten Wochen näher mit Ihrem Buch beschäftigt haben, hatten Sie sicherlich das eine oder andere Mal mit einer Schreibblockade zu kämpfen. Die Ansätze und der Wille sind da, doch es wollte trotzdem nicht so recht funktionieren.

In diese Situation werden Sie auch in Zukunft geraten. Deswegen möchten wir Ihnen in unserem heutigen Schreibtipp ein paar Methoden vorstellen, die Ihnen dabei helfen sollen,

Ihren Schreibflow zu finden

Nicht nachdenken! Drauf los schreiben!

Egal ob sich in Ihrem Kopf die Ideen nur so tummeln oder ob sich gähnende Leere darin ausbreitet, schreiben Sie einfach darauf los. Denken Sie nicht daran, wen oder ob das Geschriebene gefallen sollte, sondern dass Sie in erster Linie für sich schreiben. Alleine der „Ich“ Gedanke hat etwas Befreiendes. „Diesen Text wird niemand lesen, wenn ich es nicht will.“
In der sogenannten „writer-based-prose“ (Für-Mich-Schreiben) können Sie Ihre persönliche Sprache verwenden und zunächst detaillierte Beschreibungen oder ausgeklügelte Sätze außer Acht lassen. So lassen Sie der Ideenfindung und -entwicklung freien Lauf.

Warum schreibe ich gerne?

Eine schnelle Methode, wieder Kraft und Motivation zum Schreiben zu gewinnen, ist sich einige Beweggründe zu notieren. Sie möchten sich mitteilen, das Buch gibt es so noch nicht, Sie haben ein Händchen für ansprechende Texte, Sie möchten Ihre Erfahrungen oder Erinnerungen gut aufgehoben wissen.
Dabei ist kein Grund falsch oder richtig. Erweitern Sie diese Liste mit mehr Gründen, die für das Schreiben sprechen.
Diese Liste über Ihrem Schreibtisch dient wie ein Mantra, das Ihnen immer wieder mit Schwung in den Schreibflow hilft.

Ablenkung! Nur nicht schreiben!

Vielen Menschen hilft es auch, etwas ganz Gegenteiliges zu machen.

Rechenaufgaben lösen, den Haushalt machen, Bewegung. So beanspruchen Sie die rechte Gehirnhälfte und gönnen der linken eine Pause.

Diese Vorgehensweise eignet sich auch, wenn Sie das Gefühl haben, unbedingt etwas tun zu müssen, aber Schreiben momentan einfach nicht das Richtige ist.

Musik und Meditation

Was für den einen ein Sudoku ist, sind für den anderen Musik, Klänge und Rhythmen. Versetzen Sie sich bewusst in einen entspannten Zustand. Manchmal reicht es schon, mit den Fingern auf der Tastatur tief ein- und auszuatmen und sich den Entschluss zu setzen, jetzt zu schreiben. Manchmal wird es etwas mehr brauchen. Monotone Klänge, wie ein Trommelrhythmus, unterstützen die Hirnwellen und versetzen Sie in einen Zustand, ähnlich wie vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. In diesem Zustand ist Ihr Gehirn höchst kreativ, da es Ihre Gedanken noch nicht zensuriert.

Schreib-Tipp

von Dr. Manfred Greisinger, Edition Stoareich, 23-facher Buchautor, Trainer, Coach und Buch-Projekt-Begleiter von bislang 20 verschiedenen myMorawa-Büchern.

„Du sollst auch Deine Feinde lieben“, heißt es. Und in unserem Fall könnte das bedeuten, auch in der BLOCKADE etwas Sinnvolles zu sehen. Vielleicht ist dieser Gedanke, dieses Kapitel, noch nicht „reif“, niedergeschrieben zu werden?! Vielleicht wartet noch ein besserer Einfall?! Sagen Sie JA zur Blockade – genießen Sie die Pause – und den ersten Tropfen vom Fluss…

* Knoll, Sabine; Greisinger, Manfred: Buchschwanger. In 9 Monaten zum eigenen Buch-Baby, La Palma 2017

Perfektionismus beiseite schieben

Druck, Zeitmangel und der ganz normale Alltag sind keine großen Freunde von AutorInnen. Manchen hilft es, bestimmte Zeiten zum Schreiben festzulegen. Andere fühlen sich damit noch mehr unter Druck gesetzt. Wer Abgabetermine einhalten muss, sollte seine eigenen Ansprüche und den Hang zum Perfektionismus für einen Moment beiseite schieben und einfach weiterschreiben.

Wir wünschen noch einen schönen Sommer!

Ihr myMorawa Team!